Wandfarben- viele sind in Ordnung, aber nicht immer steht drauf, was drin ist
Wandfarben für Innenräume sollten keine oder möglichst wenig gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten, denn diese können ausgasen und die Raumluft belasten- das gilt besonders für Räume, in denen sich Schwangere, Säuglinge und (Klein)kinder aufhalten. ÖKO-TEST hat 17 fertig abgetönte Wandfarben daraufhin getestet, inwieweit die Produkte mit Schadstoffen belastet sind, die möglicherweise ausgasen, und ob die Deklaration auf der Verpackung den Verbrauchern erforderliche und wünschenswerte Informationen gibt. Die meisten Wandfarben waren in Ordnung Mängel in der Deklaration sind aber leider immer noch vorhanden, leider auch bei Naturfarben.
Produkte auf Wasserbasis müssen im Allgemeinen konserviert werden. In sieben Produkten fanden sich Formaldehyd/-abspalter, in drei Fällen werten wir sie aufgrund der enthaltenen Konzentration ab. Bis auf zwei Ausnahmen stecken in allen abgetönten Wandfarben Isothiazolinone, die schwach allergisierend sind. Zum Glück konnte das Labor keine chlorierten Verbindungen aus dieser Gruppe nachweisen, die ein hohes allergenes Potenzial haben. Die Histor Wandfarbe Edel Emotions, matt enthält eine Menge an Isothiazolinonen über den Vorgaben des Blauen Engels und des Verbands der deutschen Lackindustrie (VdL). Dafür gibt es Punktabzug.
Die meisten Mängel traten im Bereich der Deklaration auftraten, hier könnten die Hersteller ohne großen Aufwand Abhilfe schaffen. Die Deklaration floss in das Testergebnis mit 30 Prozent ein. Denn umfangreiche Informationen sind vor allem für Allergiker sehr wichtig.
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