Spieluhren im Test - Höllenlärm im Babybettchen
Manche Spieluhren für Babys machen so viel Krach wie eine Bohrmaschine und können das Gehör der Kleinen schädigen. Das berichtet die Zeitschrift Öko-Test nach einer Untersuchung von 20 Spieluhren.
Während sich die Großen bei zu viel Krach einfach die Ohren zuhalten, sind Kleinkinder dazu nicht in der Lage. Bei ihnen ist also besondere Vorsicht angebracht. Doch einige Hersteller lassen es an Verantwortungsgefühl fehlen: Sechs Spieluhren, also fast ein Drittel der Testprodukte, dröhnen viel zu laut. Unrühmlicher Spitzenreiter war mit 103 dB(A) das Produkt Baby's Musical Bee, Spieluhr Biene.
Die Produzenten betonen, dass ihre Uhren einer DIN-Norm entsprechen. Die aber misst die Lärmbelastung lediglich in einem halben Meter Entfernung. Weil Babys aber oft mit der Uhr schmusen und sie dicht am Ohr haben, hat Öko-Test die Lärmbelastung direkt am Ohr untersuchen lassen.
Die Einheit Dezibel (dB(A)) gibt den Schalldruckpegel mit einer Frequenzbewertung an, die der unseres Gehörs ähnlich ist. Ab 85 dB(A) kann es bei dauerhafter Belastung zu Hörschäden kommen. Eine EU-Norm schreibt für ohrnahes Spielzeug einen Grenzwert von 90 dB(A) vor.
Vier Modelle wurden abgewertet, weil verschluckbare Kleinteile beim Test abrissen.
Bei dem Testverfahren entdeckte Öko-Test leider auch Schadstoffe bzw. Schadstoffgruppen wie Anilin (im Farbstoff), Halogenorganische Verbindungen, Antimon, Optische Aufheller,
Allergisierende Dispersionsfarben.
Die vollständigen Testergebnisse finden Sie im Oktoberheft von Öko-Test und hier



