01.12.2009

Schöne Beschehrung? Krankmacher unterm Weihnachtsbaum- Ökotest testet Spielzeug

Nach den miesen Ergebnissen im vergangen hat Ökotest noch einmal Spielzeug testen lassen. Das leider enttäuschende Ergebnis: eine Besserung ist nicht wirklich in Sicht.
Unter das Mikroskop kamen Eisenbahnen, Spiel-Handys und anderes Klangspielzeug, Puppenbuggys, Handpuppen, Kunststofffiguren und Schaukeltiere. Für kleine Fußballfans wurden Trikots der Bundesligavereine in die Labore geschickt und für Fans von Prinzessin Lillifee, Sponge Bob, Barbie & Co Bettwäsche mit ihren Lieblingsfiguren. Getstetet wurde der Schadstoffgehalt der 72 Produkte und die Sicherheit der Produkte.
Die Zahl der Produkte, die im roten Bereich landen, ist wieder ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr. Immerhin waren nicht mehr ganz so viele Spielsachen extrem hoch belastet und nicht verkehrsfähig. Ein echter Lichtblick sind die Eisenbahnen. Bei den meisten anderen Spielzeuggruppen gibt es aber zumindest einzelne empfehlenswerte Vertreter. Einem kleinen Fußballfan, der für Bayern München, die Eintracht Frankfurt oder einen anderen der insgesamt elf Bundesligavereine schwärmt, deren knallbunt bedruckte, bestickte und beflockte Trikots wir mit "ungenügend" bewerten mussten, ist damit freilich nicht geholfen.

Reglementierte Phthalate, üble Flammschutzmittel und Anilin: eher was für den Müll als für den Weihnachtsbaum

Wahre Schadstoffcocktails fanden sich in den Kunststofffiguren. Sie bestehen fast alle aus PVC/PVDC/chlorierten Kunststoffen, hinzu kommt eine breite Palette chemischer Helfer, die für Elastizität, Flammschutz oder Lichtbeständigkeit sorgen - und dafür, dass alle Figuren schlichtweg in die Tonne und nicht in Kinderhände gehören. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hersteller häufig auf alternative Weichmacher ausweichen, von denen man meint, dass sie unbedenklich sind. Leider sind sie noch nicht hinreichend erforscht. Wir werten deshalb auch die alternativen Substanzen um eine Note ab. Strenger sind wir bei hormonell wirksamen zinnorganischen Verbindungen und krebserzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), die in den meisten Figuren stecken. Die Mystische Action Figur von Kik enthält darüber hinaus noch ein Flammschutzmittel, das seit 2008 in Elektrogeräten verboten ist. In drei Kunststofffiguren stecken Phthalate, die in Babyartikeln und Kinderspielzeug untersagt sind, beim "Frankenstein" wird sogar der Grenzwert überschritten.

Wenn Sie Genaueres wissen und die wenigen unbedenklichen Spielsachen ausfiltern wollen, lesen Sie das gesamte Testergebnis in der Dezemberausgabe von ÖKOTEST



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